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Up-Cycling

Stevens Cyclocross Prestige

Nach einigen wenigen tausend Kilometern mit meinem Stevens-Crosser, den ich im Jahr 2005 erstanden hatte, entschloss ich mich, diesen im im vergangenen Herbst zu verkaufen und mir ein neues Bike anzuschaffen. Technisch war er noch locker auf der Höhe der Zeit und mit einer Shimano Ultegra 10-fach-Schaltgruppe ausgerüstet. Diverse Neuteile wanderten im Laufe der Zeit an das Bike, welches mir immer treue Dienste leistete. Vor gut drei Jahren erst hatte ich es generalüberholt und stand bis auf ein paar kleine Kratzer wie neu da.

Allerdings störten mich schon immer einige Dinge, weshalb ich das Rad gegen ein neues Modell tauschen wollte. Zum Beispiel der Lenker: er war mir einfach zu breit. Von meinen „richtigen“ Rennern war ich eine Breite von 42 Zentimetern gewohnt, was ich bei jedem Wiegetritt merkte. Das Design war mir ebenfalls zu sehr in die Jahre gekommen und gefiel nicht mehr. Die Tatsache, dass das Rad keine Scheibenbremsen hatte, so wie heute üblich bei den meisten Crossern, stört mich indes weniger, die Cantis versehen ihren Dienst sehr zuverlässig. Jedoch kenne ich das Fahren mit Scheibenbremsen von meinem Canyon Inflite und hätte auch nichts dagegen gehabt.

Day 1 #project #redesign and #upgrade – next step after #disassemble : new #colour #scheme #cyclocross #stevensbikes

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Da jedoch nur ein einziger potentieller Kunde das Rad begutachtete, und mir aber nicht den von mir erwarteten Preis zahlen wollte, war für mich klar: das Ding verkaufst nicht für den inserierten Preis! Somit parkte das Rad kurz darauf wieder an seinem angestammten Platz im Keller ganz hinten. Im Anschluss daran stieß ich immer wieder auf schön gemachte Räder und Umbauprojekte anderer Zweiradpassionisten – was mich sehr inspirierte. Da ich in der Vergangenheit einiges an Schraubererfahrung sammeln konnte, stand für mich das Umbauprojekt fest.

Das Motto für das Redesign war recht schnell ersonnen: modern und möglichst viel Gewicht sparen! Zudem soll es für die Strasse und leichtes Gelände taugen, ein echter Gravelracer eben. Dafür sehe ich auch zwei verschiedenen Laufradsätze vor, die ich je nach Bedarf einsetzen werde. Die Gene des hier von mir beschriebenen Stevens Cyclocross Prestige sind auch eher sportlich ausgelegt. Wer sich schon einmal die Räder der Marke Baum und Ritte angeschaut hat kann erahnen, in welche Richtung das neue Design gehen soll.

Der Crosser war recht selten unterwegs, wie hier in der Schweiz am Linthkanal Richtung Walensee.

Nach der Komplettzerlegung des Rades suchte ich zunächst nach einer geeigneten Lackiererei, da unbedingt eine neue Farbe her musste. Ich fand schnell einen Betrieb, der auch Pulverbeschichten kann und brachte meinen Rahmen dorthin. Das ganze dauerte zwar circa 4 Wochen, aber da es eh nicht eilte, war mir das egal. Die Kosten dafür beliefen sich auf schlanke 90 Euro inklusive Sandstrahlen. Die Gabel musste ich allerdings selbst lackieren, da sie aus Alu/Carbon ist. Die Kosten für Farbe und Schleifpapier beliefen sich auf knapp 10 Euro. Für das Dekor fand ich ebenfalls recht schnell eine Firma, die das für mich erledigen kann, da ich nicht die ruhigsten Hände und das Geschick dafür habe. Welche Farbe und welches Dekor letztendlich den Rahmen zieren, berichte ich dann in Teil 2.

Eine der letzten Fahrten im Urzustand: die neue Heimat in Sachsen wurde direkt mit dem Crosser erkundet.

Sämtliche Anbauteile sind ebenfalls schon da und warten auf ihren Einsatz. Da ich bisher auch ein paar Teile verkaufen konnte, ist zumindest ein Teil der Kosten wieder eingespielt worden. Nach gründlicher Suche habe ich einige gute Schnäppchen auf Ebay ergattern können. Diese sind alle neu und ungebraucht, jedoch kosteten sie nur einen Teil des Originalpreises. Welche Schaltgruppe und Anbauteile ich gekauft habe und was der Spaß gekostet hat, erfährst Du ebenfalls im nächsten Teil!

Bis dahin – Gute Fahrt!

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