Velorace Dresden 2017

Velorace Dresden 2017

Meine verlängerte Rennrad-Wettkampfpause fand am vergangenen Wochenende mit dem Velorace in Dresden ein Ende. Ich möchte hier kurz meine Eindrücke von der Veranstaltung schildern sowie ein paar schöne Bilder vom Rennen und der Atmosphäre zeigen. Das Velorace ist eine Jedermannveranstaltung inmitten der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Es stehen hier verschiedene Streckenlängen auf einem 21 Kilometer langen […]

Mittwochstraining mit den Picardellics

Es geht weiter!

Mittwochstraining mit den Picardellics

Das Mittwochstraining mit den Picardellics hier durch die Sächsische Schweiz

Nach einer etwas längeren Schaffenspause möchte ich meinen Blog ab sofort wieder mit Leben füllen. Persönliche Umstände und Veränderungen minimierten meine Zeit für neue Beiträge, sodass ich mich in den letzten Wochen auf Instagram und Facebook beschränkt habe.

In den diversen spannenden Rennen und Rundfahrten der vergangenen Wochen konnten wir Radsportfans jede Menge Zeit vor dem TV verbringen und mitfiebern. Ein Highlight war sicher der Tourstart in Düsseldorf mit einem wetterbedingt schwierigem Zeitfahren. Tony Martin konnte leider nicht seine Stärke ausspielen und landete nur Platz 4, ein Streichergebnis für den amtierenden Zeitfahrweltmeister. Immerhin kam sein künftiger Teamkollege Marcel Kittel ebenfalls in den Top Ten auf dem 9. Platz, was für einen reinen Sprinter schon sehr beachtlich ist.

Tony Martin beim Zeitfahren in Düsseldorf (Bildquelle: zeit.de)

Tony Martin beim Zeitfahren in Düsseldorf (Bildquelle: zeit.de)

Die drei Wochen danach in Frankreich entschädigten uns Zuschauer und Fans mit kurzweiligen Rennverläufen und jeder Menge Fluchtgruppen. Die Favoriten blieben bis zum Schluss dicht beisammen, am Ende hatte jedoch der Titelverteidiger die stärkste Mannschaft um sich herum und konnte das gelbe Trikot auch auf dem Champs-Élysée überstreifen.

Für mich persönlich ging es in diesem Jahr – zumindest Sportlich gesehen – eher ruhig zu. Da ich im Herbst letzten Jahres auf eine Triathlon-Langdistanz in diesem Jahr spekuliert habe, musste ich diese Pläne recht schnell wieder auf Eis legen. Ich konzentrierte mich dieses Jahr also schwerpunktmäßig auf Formerhaltung, was mir auch recht gut gelungen ist. Den Beweis dafür konnte ich mir letztes Wochenende beim Velorace in meiner neuen Heimat Dresden liefern. Ich hatte mich bereits im letzten Jahr für die 105 Kilometer Strecke angemeldet und nahm diese dann am Sonntagmittag unter die Pedale. Einen genaueren Bericht dazu findet Ihr in Kürze hier auf der Seite.

Das Velorace in Dresden war top!

Das Velorace in Dresden war top!

Die nächsten Highlights stehen ebenfalls schon in den Startlöchern: Vuelta, Eurobike und Strassenrad-WM. Nach vier Jahren bin ich in diesem Jahr das erste Mal nicht auf der Eurobike in Friedrichshafen. Ich hatte dort in der Vergangenheit für meinen ehemaligen Arbeitgeber als Guide fungiert und unsere Gäste dabei auf einigen Kilometern durch die schöne Bodenseeregion geführt. Dabei nutzte ich natürlich immer die Gelegenheit für einen ausgiebigen Rundgang durch die Messehallen. Mein persönliches Highlight im letzten Jahr war das Treffen mit Marcel Wüst auf dem Benotti-Stand. Auch dieses Jahr wird es dort wieder jede Menge neue Räder und Zubehör zu entdecken geben.

Mit dem offiziellen Ende der Strassensaison hält nun auch wieder der Crosssport Einzug in den Radsportalltag und wird Dauerthema über den Winter hinweg sein. In knapp vier Wochen startet das erste UCI-Rennen, alle Infos gibt es hier. Dann wird es wieder jede Menge spannende Rennen geben. Glücklicherweise werden mittlerweile fast alle Events auf YouTube gestreamt, sodass man diese immer live mitverfolgen kann. Zum YouTube-Kanal der UCI geht es hier.

Das soll es erst einmal von mir gewesen sein – ich wünsche Euch nun noch eine schöne Restsaison und maximale sportliche Erfolge – Kette rechts!

Trek Project One

Mein Design!

Beim Autokauf sind Onlinekonfiguratoren selbstverständlich: man klickt sich durch das Menü, kann alle möglichen Ausstattungsdetails wählen und bekommt am Ende eine Ahnung vom fertigen Fahrzeug, das man dann so bestellen kann. In der Fahrradbranche waren solche Möglichkeiten bisher eher selten, allerdings bieten immer mehr Hersteller eine Individualisierung der Räder schon vor dem Kauf an. Da auch die Ansprüche der Kundschaft gestiegen sind und ein Rad gern mal mehrere tausend Euro kosten darf, wollen viele Kunden  kein Bike von der Stange kaufen.  Auch deshalb bieten immer mehr Hersteller diesen Service an. Die Webtechnologien sind heutzutage sehr fortschrittlich und liefern ansprechende Ergebnisse für solche Tools.

Einige dieser Konfiguratoren bekannter Hersteller habe ich mir genauer angeschaut: Willier, Orbea, Müsing und Trek. Ich habe mir diese vier deshalb herausgepickt, weil man mit ihnen sehr individuelle Bikes auf die Räder stellen kann. Welche Möglichkeiten die Konfiguratoren bieten, erfährst Du in den folgenden Abschnitten:

Wilier

Der italienische Hersteller hat erst vor kurzem sein Tool ins Netz gestellt. Es hat den wohlklingenden Namen „Infinitamente“ und bietet neben den Rennrädern auch die Möglichkeit, ein Mountainbikemodell sowie einen Aerolenker nach eigenen Wünschen zu gestalten.

What you see is what you get: der Preis und das Design der Konfiguration wird direkt angezeigt.

Der Konfigurator wirkt ziemlich ausgereift und setzt alle Anpassungswünsche fast verzögerungsfrei um. Die Farben wirken sehr echt und man kann zwischen verschiedenen Lack-Finishs wählen. Auch sämtlichen Dekordetails kann man eine individuelle Farbkombination verpassen. Allerdings gibt es zwei Layoutversionen des Editors. Bei anderen Modellen sieht das Tool etwas anders aus, hat aber die gleichen Funktionen.

Sobald man zum nächsten Konfigurationsschritt schaltet, sieht man auch schon den Endpreis für sein zusammengestelltes Bike. Je nach Schaltung und Laufradsatz kann es relativ günstig aber auch sehr teuer sein. Ein weiterer Vorteil des Tools ist, dass man seine Konfiguration abspeichern und später wieder bearbeiten kann. Mit dem Ausdruck des Rades kann man dann zum Händler fahren und die Bestellung aufgeben.

Alle Anpassungsmöglichkeiten auf einen Blick:

  • Rahmenfarbe und Finish 
  • Dekorelemente farbig
  • Schaltgruppe
  • Laufräder
  • Rahmengröße
  • Vorbaulänge
  • Lenkerbreite
  • Kurbellänge
  • Kassettenabstufung
  • Endpreis in Euro
  • Konfiguration abspeichern
  • Händler kontaktieren mit der Konfiguration

http://infinitamente.wilier.it


Orbea

Der Konfigurator namens „MyO“ ist ebenfalls erst vor kurzem online gegangen. Jedes Bike und auch einzelne Rahmen kann man anpassen. Egal ob Rennrad, Triathlonmaschine oder Mountainbike – hier ist jedes Modell konfigurierbar. Bei meiner Testkonfiguration ist mir aufgefallen, dass es nicht so gut mit dem von mir verwendeten Chrome-Browser funktioniert, das Menü wird nicht richtig geladen und man kommt nicht zum nächsten Schritt. Wahrscheinlich liegt es an meinen zahlreichen Browser-Addons. Mit dem Edge von Windows klappte es dann aber problemlos.

Nachdem man im ersten Schritt zunächst das Bike ausgewählt hat, gelangt man zur Farbauswahl. Der Rahmen ist in vier Farbflächen unterteilt, die Logos können ebenfalls farblich angepasst werden. Man kann eine sehr stimmige Optik erzielen, jedem Gestaltungselement stehen die gleichen 18 Farbfelder zur Verfügung.

Orbea MyO - von Pink bis Blau stehen insgesamt jeweils 18 Farbfelder zur Verfügung

Orbea MyO – von Pink bis Blau stehen insgesamt jeweils 18 Farbfelder zur Verfügung

Nachdem man sich für eine Farbe entschieden hat, gelangt man zur Komponentenauswahl. Diese ist je nach Modell auf eine gewisse Anzahl beschränkt. Zum Beispiel hat man nur die Wahl, ob man eine normale oder Kompaktkurbel haben will oder welche Übersetzung die Kassette haben soll. Ganze Schaltgruppen kann man hier aber nicht auswählen, so wie bei anderen Herstellern. Eine größere Auswahl bietet Orbea bei den Laufrädern an.

Als nächstes kann man dann dem Bike eine Namen geben, sprich es wird ein zweiteiliges Namensfeld für das Oberrohr ausgefüllt. So spart man sich die nachträglichen Namensaufkleber. Zu guter letzt gibt man die gewünschte Rahmengröße an und hat dann die Möglichkeit, die Konfiguration zu speichern und herunterzuladen. Als finalen Schritt kann man das fertig konfigurierte Bike direkt online bestellen und man bekommt ein Lieferdatum angezeigt. Bei meiner Testkonfiguration betrug die Wartezeit zwei Monate.

Alle Anpassungsmöglichkeiten auf einen Blick:

  • Rahmenfarbe und Finish
  • Dekorelemente farbig
  • Kurbelversion
  • Laufräder
  • Ritzelpaket
  • Sattelstütze
  • Sattel
  • Lenkerband
  • Rahmengröße
  • Endpreis in Euro
  • Konfiguration abspeichern und herunterladen
  • personalisiertes Bike direkt online bestellen

www.orbea.com/myo


Müsing

Der deutsche Hersteller Müsing bietet seinen Kunden schon seit längerer Zeit die Option, neue Bikes ganz individuell zusammenstellen zu können. Das merkt man dem Konfigurator auch an: er funktioniert zwar tadellos, wirkt aber etwas altbacken, zudem gibt es leider keine Zoom-Funktion oder eine größere Vorschau für das Rad. Außerdem passen sich die angezeigten Anbauteile und Laufräder der Konfiguration nicht der getroffenen Auswahl an. Allerdings muss man sagen, dass die Räder der Westerwälder sehr hochwertig zu einem fairen Preis sind. Müsings Motto lautet: Keine Räder von der Stange!

Müsing Online Konfigurator

Der Müsing Online Konfigurator: Zwischen 200 Farben kann man sich bei der Lackierung entscheiden.

Neben dem Rahmen kann auch das Dekor farblich angepasst werden, hier stehen insgesamt 50 Farbvarianten zur Verfügung. Allerdings haben alle Element die gleiche Farbe. Die gesamte Lackierung kann entweder mit einem glänzenden oder matten Finish gewählt werden. Das komplette Rad wird somit vom Vorbau bis zur Schaltgruppe sehr individuell. Müsing bietet die Anpassungsmöglichkeiten für seine gesamte Modellpalette an, vom Rennrad bis hin zum E-Bike. Das fertig konfigurierte Bike kann schließlich gespeichert und über einen Händler geordert werden.

Alle Anpassungsmöglichkeiten auf einen Blick:

  • Rahmenfarbe (200 Farben)
  • Lackfinish
  • Dekorfarbe (50 Farben)
  • Rahmengröße
  • Gabel (nicht immer anpassbar)
  • Steuersatz (nicht immer anpassbar)
  • Schaltgruppe
  • Anbauteile
  • Lenker
  • Sattel
  • Speichen
  • Laufradsatz
  • Reifen
  • Endpreis in Euro
  • Konfiguration abspeichern/herunterladen
  • Bestellung über Händler

www.muesing-bikes.de


Trek

Das Project One genannte Tool des US-Amerikanischen Herstellers ist von den hier vorgestellten Tools das ausgereifteste. Allerdings kosten die Räder teilweise auch mehr als ein Kleinwagen. Trek ist seit vielen Jahren an der Weltspitze im Radsport vertreten und verkauft seit Lance Armstrongs Siegen in Frankreich deutlich mehr Räder auch in Europa.

Der Onlinekonfigurator lässt fast keine Wünsche offen und wirkt sehr ausgereift. Je nach Modell kann man so ziemlich jedes Detail anpassen, sogar die Zughüllenfarbe oder die Farbe der Laufradaufkleber. Das Tool passt die gewünschten Änderungen sofort an, man sieht direkt das Endergebnis:

Ohne Ende Styles: Trek bietet das umfangreichste Konfigurationsprogramm

Ohne Ende Styles: Trek bietet das umfangreichste Konfigurationsprogramm

Bei Trek können Rennräder, Triathlonmaschinen und Mountainbikes über Project One zusammengestellt werden. Als einziges hier vorgestelltes Tool kann auch Zubehör mit dem Neurad bestellt werden. Am Ende der Konfiguration wird das Wunschbike abgespeichert, ausgedruckt oder an einen Händler gesendet. Leider wird nicht angezeigt, wie lange man auf sein neues Bike warten muss, die Wartezeit erfährt man dann beim Händler.

Alle Anpassungsmöglichkeiten auf einen Blick:

  • Rahmenfarbe
  • Lackfinish
  • Dekorfarben
  • Schriftzug
  • Rahmenmaterial
  • Schaltgruppe
  • Innenlager
  • Zughüllenfarbe
  • Laufradsatz mit Dekorfarbe (falls vorhanden)
  • Reifen
  • Lenker
  • Lenkerband
  • Sattel
  • Sattelstütze
  • Zubehör (Flaschenhalter farbig, Computer, Trittfrequenzsensor, Pedale mit Wattmesssystem)
  • Endpreis in Euro
  • Konfiguration abspeichern/herunterladen
  • Bestellung über Händler

http://projectone.trekbikes.com


Fazit

Viele Radsportler möchten ihren Rädern individuelle Teile verpassen, leider bieten viele Hersteller diesen Service nicht an. Mit den Konfigurationstools einiger Marken kann man das aber mittlerweile schon ab Werk erledigen. Jedoch hat man auch den Nachteil, dass die Preise für diverse Komponenten, wie zum Beispiel Laufräder, fix sind. Im Netz findet man aber heutzutage extreme Preisunterschiede und kann so viel Geld sparen. Allerdings ist die individuelle Bestellmöglichkeit ab Werk schon sehr bequem und steigert die Vorfreude aufs Neurad ungemein!


Hast Du bereits Erfahrungen mit einem der Konfiguratoren gemacht und ein selbstgestaltetes Bike gekauft? Dann poste es doch gerne in den Kommentaren!

Stevens Cyclocross Prestige

Up-Cycling

Nach einigen wenigen tausend Kilometern mit meinem Stevens-Crosser, den ich im Jahr 2005 erstanden hatte, entschloss ich mich, diesen im im vergangenen Herbst zu verkaufen und mir ein neues Bike anzuschaffen. Technisch war er noch locker auf der Höhe der Zeit und mit einer Shimano Ultegra 10-fach-Schaltgruppe ausgerüstet. Diverse Neuteile wanderten im Laufe der Zeit an das Bike, welches mir immer treue Dienste leistete. Vor gut drei Jahren erst hatte ich es generalüberholt und stand bis auf ein paar kleine Kratzer wie neu da.

Allerdings störten mich schon immer einige Dinge, weshalb ich das Rad gegen ein neues Modell tauschen wollte. Zum Beispiel der Lenker: er war mir einfach zu breit. Von meinen „richtigen“ Rennern war ich eine Breite von 42 Zentimetern gewohnt, was ich bei jedem Wiegetritt merkte. Das Design war mir ebenfalls zu sehr in die Jahre gekommen und gefiel nicht mehr. Die Tatsache, dass das Rad keine Scheibenbremsen hatte, so wie heute üblich bei den meisten Crossern, stört mich indes weniger, die Cantis versehen ihren Dienst sehr zuverlässig. Jedoch kenne ich das Fahren mit Scheibenbremsen von meinem Canyon Inflite und hätte auch nichts dagegen gehabt.

Day 1 #project #redesign and #upgrade – next step after #disassemble : new #colour #scheme #cyclocross #stevensbikes

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Da jedoch nur ein einziger potentieller Kunde das Rad begutachtete, und mir aber nicht den von mir erwarteten Preis zahlen wollte, war für mich klar: das Ding verkaufst nicht für den inserierten Preis! Somit parkte das Rad kurz darauf wieder an seinem angestammten Platz im Keller ganz hinten. Im Anschluss daran stieß ich immer wieder auf schön gemachte Räder und Umbauprojekte anderer Zweiradpassionisten – was mich sehr inspirierte. Da ich in der Vergangenheit einiges an Schraubererfahrung sammeln konnte, stand für mich das Umbauprojekt fest.

Das Motto für das Redesign war recht schnell ersonnen: modern und möglichst viel Gewicht sparen! Zudem soll es für die Strasse und leichtes Gelände taugen, ein echter Gravelracer eben. Dafür sehe ich auch zwei verschiedenen Laufradsätze vor, die ich je nach Bedarf einsetzen werde. Die Gene des hier von mir beschriebenen Stevens Cyclocross Prestige sind auch eher sportlich ausgelegt. Wer sich schon einmal die Räder der Marke Baum und Ritte angeschaut hat kann erahnen, in welche Richtung das neue Design gehen soll.

Der Crosser war recht selten unterwegs, wie hier in der Schweiz am Linthkanal Richtung Walensee.

Nach der Komplettzerlegung des Rades suchte ich zunächst nach einer geeigneten Lackiererei, da unbedingt eine neue Farbe her musste. Ich fand schnell einen Betrieb, der auch Pulverbeschichten kann und brachte meinen Rahmen dorthin. Das ganze dauerte zwar circa 4 Wochen, aber da es eh nicht eilte, war mir das egal. Die Kosten dafür beliefen sich auf schlanke 90 Euro inklusive Sandstrahlen. Die Gabel musste ich allerdings selbst lackieren, da sie aus Alu/Carbon ist. Die Kosten für Farbe und Schleifpapier beliefen sich auf knapp 10 Euro. Für das Dekor fand ich ebenfalls recht schnell eine Firma, die das für mich erledigen kann, da ich nicht die ruhigsten Hände und das Geschick dafür habe. Welche Farbe und welches Dekor letztendlich den Rahmen zieren, berichte ich dann in Teil 2.

Eine der letzten Fahrten im Urzustand: die neue Heimat in Sachsen wurde direkt mit dem Crosser erkundet.

Sämtliche Anbauteile sind ebenfalls schon da und warten auf ihren Einsatz. Da ich bisher auch ein paar Teile verkaufen konnte, ist zumindest ein Teil der Kosten wieder eingespielt worden. Nach gründlicher Suche habe ich einige gute Schnäppchen auf Ebay ergattern können. Diese sind alle neu und ungebraucht, jedoch kosteten sie nur einen Teil des Originalpreises. Welche Schaltgruppe und Anbauteile ich gekauft habe und was der Spaß gekostet hat, erfährst Du ebenfalls im nächsten Teil!

Bis dahin – Gute Fahrt!

Cyclocross 2017

Crossliebe

Die Hauptsaison des Cyclocross beginnt jedes Jahr im Herbst nach der Straßensaison und dauert fast das ganze Winterhalbjahr. Pünktlich zum anstehenden Saisonhöhepunkt, der WM in Luxemburg, hat Specialized ein gut gemachtes Video mit einigen seiner Fahrer abgedreht, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Das Interesse am Offroadfahren mit den speziellen Bikes hat auch im Hobby- und Amateurbereich in den letzten Jahren stark zugenommen. Nahezu jeder namhafte Rennradhersteller hat auch gute und erschwingliche Crosser im Angebot, selbstverständlich inzwischen standardmäßig mit Scheibenbremsen ausgerüstet.

Cyclocrossrad Sven Nys

Das Cyclocrossrad des ehemaligen Champion Sven Nys aus Belgien, neben Holland eines der radsportverrücktesten Länder. (Trek Boone)

Ohne Helm und ohne Gurt

Der Querfeldeinsport hat aber schon eine relativ lange Geschichte neben dem klassischen Straßenradsport. Er war schon immer ein beliebter Zeitvertreib und während der Off-Season neben dem Bahnradsport eine sehr kurzweilige Alternative. So sah Cyclocross in den 60er Jahren aus:

Risiko Schnappatmung

Normalerweise lässt man es als Radsportler in den Wintermonaten ruhig angehen und verbringt viel Zeit mit Grundlagen- und Krafttraining. Dies kann man beim Cyclocross getrost vergessen. Denn die Rennen sind meist kurz und heftig und beinhalten oft Laufpassagen. Der Puls kratzt fast die ganze Zeit am Limit und die Strecken verlangen den Fahrern neben viel Radbeherrschung auch einiges an Kraft ab. Zudem sorgen die Fans und die Stimmung an der Strecke für Volksfest-änhliche Zustände.

Wer mal live dabei sein möchte und die Stimmung hautnah erleben will, kann dies nächste bei der Cyclocross-WM statt tun. Für alle Daheimgebliebenen wird die UCI alle Rennen wie gewohnt auf YouTube live übertragen, hier ein kleiner Appetithappen vom offiziellen UCI-Kanal:

Wer sich weiter auf dem laufenden halten möchte, kann dies auf der offiziellen Seite des Radsport-Weltverbandes tun: www.uci.ch/cyclo-cross. Jedermanntermine für Crossrennen findest Du unter www.jedermanntermine.de.

*Update

Hier kannst Du Dir alle Rennen der Cyclocross-WM 2017 anschauen: LIVESTREAM Cyclocross World Championships 2017.

 

 

#Eurobike2016

Anfang September war es wieder soweit: die Eurobike öffnete ihre Pforten in Friedrichshafen. Dabei gab es wieder jede Menge Neuigkeiten rund um das liebe Fahrrad zu bestaunen.

Allerdings sind mir bei meinem Rundgang wirklich echte Innovationen verborgen geblieben. Viele Radhersteller begnügten sich mit Produkt- und Farbupdates. Auffällig war, das fast jeder Hersteller inzwischen mehrere Modelle mit Scheibenbremsen im Angebot hat. Jedoch hat keiner so richtig damit Werbung machen wollen, das liegt wohl daran, dass die UCI die alltagstaugliche Bremsvariante nach einer relativ kurzfristigen Testphase (vorübergehend) wieder aus dem Profisport verbannt hat.

Shimano präsentierte mit seiner neuen Dura Ace-Gruppe sein Know-How im Schaltgruppensegment: die elektronische Version hat eine intelligente Schaltlogik bekommen, die einen sanfteren Gangwechsel ermöglicht. Mehr zur neuen Gruppe kannst Du hier in diesem Video von GCN erfahren, die bei der Präsentation im Juni dabei waren.

Im Bekleidungssektor kann man die neuen Trends folgendermaßen zusammenfassen: leicht, aerodynamisch, bunt oder retro. Inzwischen bieten viele Hersteller ihre eigenen Produktlinien an, die sich auch gut anschauen lassen, so wie zum Beispiel Scott. Das hat den Vorteil, dass potentielle Kunden nicht lange nach Alternativen suchen müssen, denn das Design der Shirts, Hosen, Helme und Schuhe kann sich sehen lassen und passt zudem noch perfekt zum Bike.

In den folgenden drei Galerien präsentiere ich Euch meine Schnappschüsse vom diesjährigen Mekka, viel Spaß beim Durchstöbern.

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Chris Froome's Siegerbike

Special Editions: Tour de France Bikes 2016

Die Tour de France 2016 ist in vollem Gange und das Fahrerfeld hat bereits über die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht. Da lohnt es sich, die aktuellen Arbeitsgeräte einiger Fahrer etwas genauer anzuschauen. Wie bei allen großen Rundfahrten haben einige Profis ihre Rahmen mit speziellen Lackierungen überziehen lassen. Aber auch die Träger der Trikots diverser Sonderwertungen lassen oft über Nacht ihre Räder optisch an ihr Outfit anpassen. Einige dieser schicken Renner sind in der folgenden Galerie zu sehen.

Im Verlauf der Tour wird sicher noch das eine oder andere Bike dazukommen, die Galerie wird deshalb noch einmal nach dem Ende der Rundfahrt aktualisiert.

Ritte Vlaanderen

Kein Mainstream bitte!

Wenn man sich im Profi- und Hobbyradsport umschaut, dann dominieren einige wenige Hersteller den Markt: Trek, Scott, Cannondale oder Canyon um nur einige der großen Namen in diesem Bereich zu nennen. Dieser hohe Bekanntheitsgrad resultiert unter anderem auch aus dem breit angelegtem Sponsoring im Profiradsport. Viele der bekannten Hersteller unterstützen diverse Teams und sichern sich so stundenlange Präsenz bei Übertragungen im Fernsehen und der anschließenden Berichterstattung in den Medien, was wiederum den Marktwert steigert.

Allerdings gibt es auch einige unbekanntere Hersteller, die zwar kein so großes Werbebudget haben, jedoch ebenfalls tolle Räder auf die Beine stellen die teilweise handgefertigt sind oder eine sehr individuelle Lackierung haben. Darunter sind auch einige deutsche Hersteller mit einer erstaunlich breiten Modellpalette. Wenn man etwas mehr Individualität haben möchte, kann man diese Marken beim nächsten Radkauf in die Erwägung ziehen. Einige Beispiele solcher individuelleren Marken sind in der folgenden Übersicht mit den wichtigsten Infos und Links zum jeweiligen Hersteller aufgeführt. Solltest Du ebenfalls einen coolen, unbekannteren Hersteller kennen, verlinke ihn doch einfach in den Kommentaren!

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Paris Roubaix Sieger 2016 Mathew Hayman (Orica-GreenEdge)

Paris Roubaix 2016

Paris Roubaix 2016 war seit langem mal wieder ein spannendes Radrennen das man komplett im TV mitverfolgen konnte. Leider gab es auch dieses Mal wieder viele Stürze zu beklagen und am Ende gewann auch noch ein Nicht-Favorit das Rennen: Mathew Hayman  vom Australischen Team Orica-GreenEdge. Die beiden hoch gehandelten Sieganwärter Fabian Cancellara und Peter Sagan sind lange Zeit aussichtsreich zusammen gefahren, bis der Schweizer auf einem Kopfsteinpflasterstück zu Fall kam. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Rekordsieger Tom Boonen aus Belgien bereits in der Spitzengruppe, die Sagan leidere nicht mehr erreichen konnte. Jedoch reichte es auch für den vierfach-Sieger am Ende nur für den zweiten Platz.

Hayman konnte im Velodrome den Sprint für sich entscheiden und Boonen den historischen 5. Sieg ganz knapp vor der Nase wegschnappen. Der Australier ist schon viele Male im Ziel in Roubaix angekommen und brachte genug Erfahrung für dieses schwere Eintagesrennen mit. Er war auch einer der wenigen, der bis auf etwas breitere Reifen eine ganz normale Aeromaschine (Scott Foil) im Rennen einsetzte, während andere ihr Rad speziell für dieses Rennen umgerüstet hatten.

Bester Deutscher wurde Marcel Sieberg vom Team Lotto Soudal, insgesamt erreichten nur 10 der 16 gestarteten deutschen Fahrer das Ziel. Die Ausfallquote der Deutschen entspricht in etwa der Gesamtbilanz: 119 der 198 gestarteten Fahrer überquerten den Zielstrich in Roubaix.

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Flanders Classics 2016

Hexenkessel Flandern

Die Flandern Classics läuten jedes Jahr die Frühjahrsklassikersaison ein. Dieses Wochenende geht es mit dem Omloop Het Nieuwsblad los. Zur Serie gehört auch das Radsportmonument Flandernrundfahrt, die in diesem Jahr am 3. April stattfindet und schon ihre 100. Austragung feiert. Das Teaser-Video der Flanders Classics ist ein idealer Appetitmacher auf die kommenden Rennen und verdeutlicht auch recht gut, wie tief der Radsport bei den Fans in Belgien verwurzelt ist und sie selbst bei Wind und Regen Party machen und die Rennfahrer anfeuern.

Mehr Infos zu allen Rennen in Flandern unter www.flandersclassics.be.